Externe Harnableitung bei Männern

Eine externe Harnableitung bei Männern ist erforderlich, wenn der Patient die Kontrolle über seine Blase ganz oder teilweise verloren hat. Im Gegensatz zu aufsaugenden Hilfsmitteln wie Vorlagen oder Inkontinenzpants wird durch die externe Harnableitung bei Männern der Urin gesammelt und im Normalfall in einen Auffangbeutel geleitet. 

Die häufigsten Verfahren für eine externe Harnableitung bei Männern

1. Urinalkondom

Urinalkondome werden für externe Harnableitung bei Männern angewendet. Sie werden auch externe Katheter genannt. Sie sind zur Dauerversorgung von Patienten daheim oder in Pflegeeinrichtungen bestimmt.
Das Urinalkondom, auch Kondomurinal genannt, funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Es ähnelt einem Kondom und wird ebenso wie dieses angelegt. An der Spitze befindet sich ein Ansatzstück. Daran kann mittels eines Adapters ein Schlauch angeschlossen werden. Das Urinalkondom fängt den Urin auf und leitet ihn durch den Schlauch in einen Urinbeutel ab, der am Bein oder dem Bett befestigt wird. Ein Einwegventil verhindert, dass der Urin aus dem Beutel wieder zurückfließen kann.

Die Vorteile des Urinalkondoms

Es ist sauberer und hygienischer als aufsaugende Inkontinenz-Hilfsmittel. Das Kondomurinal muss nur alle 24 Stunden gewechselt werden. Wenn der Auffangbeutel voll wird, kann er über ein integriertes Ablaufventil ganz normal in der Toilette entleert werden. Urinalkondome verursachen weniger Hautreizungen als Vorlagen oder Inkontinenzpants, da die Haut im Intimbereich zum größten Teil trocken bleibt. Patienten können ganz normale Unterwäsche tragen.

Die Nachteile des Urinalkondoms

Der Patient muss die richtige Größe auswählen. Wenn der Penis sehr klein ist, kann es Probleme mit dem Anpassen geben. Das Anlegen muss trainiert werden.

Hervorragend für das Anlegen von Urinalkondomen eignet sich der urisan Applikator, mit dem das Anlegen sehr einfach und sicher ist. Das Kondomurinal wird in den passenden Trichter gelegt und der Penis wird mittels Unterdruck eingesaugt. Dann wird der Penis leicht in die Länge gezogen, das Urinalkondom wird abgerollt und festgedrückt. Gerade beim retrahierten Penis ist dieses Hilfsmittel nicht mehr wegzudenken. Selbst wenn sich der Träger bei Arbeit oder Sport viel bewegt, löst es sich nicht und die Verbindungen bleiben dicht.

Für wen eignen sich Urinalkondome?

Diese Art externe Harnableitung eignet sich für alle Männer. Ideal ist sie auch für Rollstuhlfahrer oder bettlägerige Patienten. Auch für Betroffene, die im Sitzen arbeiten (Fernfahrer, Piloten, Disponenten und andere Berufe) sind Urinalkondome eine sehr gute Alternative zu aufsaugenden Inkontinenz-Hilfsmitteln, ersparen sie doch das Wechseln der Vorlage.

2. Einmalkatheter

Einmalkatheter sind steril verpackt und werden durch die Harnröhre in die Blase geführt. Sie werden sehr häufig für den intermittierenden Katheterismus (kurz: ISK oder IK) eingesetzt und ermöglichen so das Abfließen des Urins in einen Behälter oder Urinbeutel.

Einmalkatheter werden darüber hinaus auch häufig bei einer Blasenspiegelung verwendet. Da es sich im Prinzip um ein Endoskop handelt, kann der Urologe durch den Einmalkatheter die Blase auf Karzinome untersuchen. Der Katheter kann auch zur Entnahme von Gewebeproben benutzt werden. Je nach Ausführung und Art des Problems kann durch den Einmalkatheter sogar operiert werden, ohne dass eine chirurgische Öffnung der Blase oder des Unterkörpers notwendig ist.

3. Dauerkatheter

Diese Variante für externe Harnableitung bei Männern bleibt für längere Zeit im Körper des Patienten. Sie dienen zur Ableitung des Harns, beispielsweise nach Operationen an der Blase oder der Prostata. Am häufigsten wird der Foley-Katheter verwendet. Das ist ein Schlauch, der durch die Harnröhre in die Blase geschoben wird. Er fängt den Urin auf und leitet ihn über einen Schlauch in einen Beutel, der entweder am Bett oder am Bein des Patienten befestigt ist. Bei letzterer Variante ist der Patient voll mobil. Der Katheter ist mit einer Membran ausgestattet, die mit Luft aufgeblasen werden kann. Dadurch bildet sich Ballon, der den Katheter fest in der Harnröhre verankert. Daher wird diese Art Katheter auch Ballonkatheter genannt.
Soll der Ballonkatheter wieder entfernt werden, lässt der Arzt einfach die Luft aus der Membran entweichen und zieht den Schlauch anschließend heraus. Die Prozedur ist schmerzlos und dauert weniger als eine Minute.Trotz ihres Namens verbleiben Dauerkatheter nur für ein paar Tage nach der Operation in der Harnröhre. Sie werden so bald wie möglich wieder entfernt, weil selbst bei besten Bemühungen keine hundertprozentige Sterilität gewährleistet werden kann. Würden sie längere Zeit in der Harnröhre verbleiben, würde sich früher oder später eine bakterielle Infektion der Harnwege einstellen. In der Regel werden Dauerkatheter deshalb nicht länger als eine Woche in der Harnröhre gelassen.

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